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| Die beiden weiteren Kreise, die er dieses Mal um das ruhende Zentrum „Schweiz“ zieht, sind definiert durch Lissabon-Istanbul West-Ost-Tangente des mittleren Kreis, und Reykjavik-Alexandria Nord-Süd-Tangente des äussersten Kreis. Vier maritime Städte mit einer glorreichen Vergangenheit, die Handel und Schifffahrt verbinden, an den „Eckpunkten“ Europas, den Grenzen unserer Kultur, der Schwelle unseres Bewusstseins. Durch ihre geopolitische Situation könnten sie den Weg zum „Rest“ der Welt (Afrika, Asien, Mittlerer Osten, Amerika und Nordpol) nicht zeitgenössischer ausdrücken. Aber auch den Weg zum Unbekannten, zur Leere, den Ursprungs-Zuständen der Natur und den Urkräften der Elemente (Ozeane, Gletscher, Vulkane, Wüsten, Steppen, Berge). So sehr diese Destinationen sich unterscheiden, mit Mythen und Mysterien besetzt sind und uns geistig herausfordern - befinden sie sich doch in ständiger Metamorphose und sind ethnische Schmelztiegel. Dieses Projekt wird über die nächsten 5 - 7 Jahre wachsen - in mehreren Etappen aus kürzeren und längeren Aufenthalten, zum Teil mit einem Standbein im jeweiligen Kulturraum. Nur so kann Garo in die verschiedenen Kulturen eintauchen um daraus die Substanz zu schöpfen, die er dann in seine bildhafte Sprache umformuliert und auf Leinwand festhält. Der Startpunkt – mit der Vision eines neuen Buches und eines Dokumentarfilms - wird Anfang Dezember mit dem Ägyptenaufenthalt gelegt. Wiederum sollen um das bildnerische Projekt herum Künstler und Intellektuelle, Wissenschaftler und Historiker, Geographen und Politologen aus der Schweiz und den besuchten Städten vereint werden, um das „Mosaik Europa“ besser verstehen zu lernen und darzustellen. Und um durch die Unterschiede in der Begegnung mit den Völkern, den Menschen, die Idee eines Zentrums wieder zu relativieren. Über den bildnerischen Aspekt hinausgehend, ist dieses Projekt für Garo ein Akt des Lebens und der Kommunikation, ein künstlerisches Engagement mit wichtigen humanistischen und philosophischen Ansätzen – die von Ihnen, liebe Leser und Betrachter seiner Werke, hoffentlich das erwünschte Verständnis und die Unterstützung erhalten. |
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Aktualisiert: 14.10.04